Das Holzblockhaus
Unter einem Blockhaus versteht man ein Haus, dass komplett aus unbehandelten oder behandelten Baumstämmen gefertigt ist. Besonders in den nördlichen Staaten Europas hat der Bau von Blockhäusern eine lange Tradition. Noch heute zählt Skandinavien zu den Regionen mit der höchsten Dichte an Blockhäusern weltweit.
In den letzten Jahrzehnten erlebt der Blockbau jedoch auch in anderen Regionen, besonders in Deutschland eine Renaissance, weil das Wohnen in Blockhäusern von vielen Menschen als ökologisch sinnvoll und gesund empfunden wird. Es gibt beim Bau eines Blockhauses verschiedene Techniken, die entweder den traditionellen Baukünsten entsprechen, oder aber angepasste Verfahren, die im Einklang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt wurden.
Während in der traditionellen Naturstammbauweise ganze, unbehauene Baumstämme zur Konstruktion verwendet werden, gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, die geschälten Baumstämme auf Wanddicke zuzuschneiden. Dabei werden die Baumstämme beidseitig beschnitten, um sowohl an der Außen- wie auch an der Innenwand des Hauses eine ebene Fläche zu erhalten. Da Holz ein natürlicher Werkstoff ist, entstehen durch die unterschiedliche Form der einzelnen übereinander fixierten Baumstämme Schlitze und Löcher zwischen zwei Balken. Diese Zwischenräume wurden frühe mit Wolle oder Leinen abgedichtet. Heute werden dafür bestimmte Spezialfolien verwendet. Diese Folien isolieren nicht nur besser als natürliche Dichtstoffe, sondern sind vor allem feuerfest. Die Anfälligkeit gegenüber Feuer war lange Zeit das größte Problem der Blockhäuser. Dieses Problem kann aber im modernen Blockhausbau durch spezielle Holzanstriche und die Verwendung von unbrennbarer Isolierfolie minimiert werden. Da in einem Blockhaus der Staubgehalt wesentlich niedriger ist als in einem konventionellen Haus, werden Blockhäuser auch als Allergikerhäuser bezeichnet.