Was ist ein Energiesparhaus?
Gebäude die vergleichsweise zu Durchschnittsgebäuden einen niedrigeren Energieverbrauch für Warmwasser und Heizung haben, werden Energiesparhäuser genannt. Es ist allerdings nur ein Überbegriff und kein genau festgelegtes Baukonzept.
In der EnEV (Energieeinsparverordnung) ist es seit 2002 als Standard beim Neubau festgelegt. Genaue Richtlinien die vorschreiben wie hoch die Einsparung mindestens sein muss, werden hier nicht weiter erläutert. Es ist daher ratsam über dem gesetzlich geforderten Mindestwerten zu liegen, um auch in der Zukunft energieeffizient wohnen zu können.
Niedrigenergiehaus, Passivhaus und Nullenergie-Haus sind alles Energiesparhäuser. Mit dem Unterschied das es sich hierbei um Baukonzepte mit ganz klar festgelegten Grundlagen handelt.
Ein Niedrigenergiehaus liegt um rund 30 Prozent unter den Verbrauchs-Grenzwerten der EnEV. Die Maßnahmen sind sowohl bei Neu- als auch in Altbauten einsetzbar und erfüllen meist lediglich die Bestimmungen der derzeit gültigen Energieeinsparverordnung. Der Jahres-Heizwärmeverbrauch beträgt 30 – 50 kWh pro Quadratmeter beheizter Nutzfläche.
Ein Passivhaus ist die konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses. Es ist ein Gebäude ohne separates Heiz- und Klimatisierungssystem. Der Energieverbrauch ist fast 90 Prozent niedriger als bei einem durchschnittlichen Haus. Hier beträgt der Jahres-Heizwärmeverbrauch 15 – 30 kWh pro Quadratmeter beheizter Nutzfläche.
Das Nullenergiehaus ist die technische Verbesserung des Passivhauses. Es ist allerdings eine sehr kostspielige Version und daher noch nicht sehr verbreitet. Das Prinzip eines Nullenergiehauses ist, dass das Gebäude sich selbst ohne externe Energiequellen zu 100 Prozent selbst versorgt. Der Jahres-Heizwärmeverbrauch beträgt 0 – 15 kWh pro Quadratmeter beheizter Nutzfläche.
An frühere Maßstäbe gemessen ist heute jedes Standardhaus ein Energiesparhaus, es wird sonst gar nicht erst genehmigt.