So funktioniert der Drehstrommotor
Elektromotoren dienen zur Umwandlung von elektrischer Energie in Bewegungsenergie. Drehstrommotoren sind eine besondere Bauform von Elektromotoren. Sie werden mit einer dreiphasigen Wechselspannung versorgt.
Der Drehstrommotor besteht aus einem unbeweglichen Teil, dem Ständer und einem rotierenden Teil, dem sogenannten Läufer. Der Läufer besteht aus einer Achse , die aus dem Gehäuse des Motors herausragt und Spulen, die auf der Läuferachse befestigt sind. Im Ständer des Drehstrommotors befinden sich kreisförmig angeordnete Spulen für die drei Phasen der Wechselspannung.
Es existieren zwei Grundlegende Arten von Drehstrommotoren: Asynchronmotoren und Synchronmotoren.
Bei Synchronmotoren werden die Spulen des Läufers über Schleifringe mit einer Gleichspannung versorgt. Bei Asynchronmotoren sind die Spulen des Läufers kurzgeschlossen. Wird an die Ständerspulen der Motoren eine Spannung angelegt, entsteht ein kreisförmig rotierendes elektrisches Feld, ein Drehfeld.
Beim Synchronmotor erzeugt die Gleichspannung in den Läuferspulen ein Magnetfeld, das diesem Drehfeld entgegenwirkt. Beim Asynchronmotor wird in den Läuferspulen durch das Drehfeld der umliegenden Ständerspulen eine Spannung induziert. Diese Spannung erzeugt dann im Läufer ein Magnetfeld, da sich das Drehfeld ständig ändert, bewegt sich der Läufer.
Die Drehzahl beider Motorenarten ist von der Frequenz der angelegten Wechselspannung abhängig. Sie beträgt bei 50 Hz ca. 3000 Umdrehungen pro Minute. Um höhere Drehzahlen zu erreichen, kann die Frequenz der Versorgungsspannung mit Hilfe von Frequenzumrichtern geändert werden. Zur Steigerung der Effektivität sind die Spulen der Drehstrommotoren normalerweise mit Eisenkernen versehen. Drehstrommotoren sind Aufgrund ihrer einfachen Bauweise mit wenig beweglichen Teilen sehr langlebig.