Was ist ein Drehstrommotor?
Ein Elektromotor wird als Drehstrommotor bezeichnet, wenn dieser mit Dreiphasenwechselstrom betrieben wird.
Das heißt, dass diese Stromart in drei von einander getrennten Leitern wechselnde Spannungen erzeugt, wobei deren Ablauf gegenüber den beiden anderen Leiterspannungen um jeweils 120 Grad zeitlich versetzt ist.
Werden nun diese drei Magnet-Spulen mit jeweils einer Leiterspannungsphase gespeist, so wird in jeder dieser Spulen ein Magnetfeld erzeugt. Deren zeitlicher Ablauf ist dabei um eine Drittelperiode gegenüber den anderen Spulen-Feldern versetzt.
Werden diese drei Spulen nun kreisförmig zueinander angeordnet, so ergibt sich ein summiertes Magnetfeld aus diesen einzelnen Spulen-Magnetfeldern. Dieses Magnetfeld ist zwar immer gleich groß, das heißt, seine Größe wird nicht verändert, aber dessen Richtung ändert sich ganz exakt mit der Frequenz des Drehstromes fortwährend. Deshalb dreht sich das summierte Magnetfeld genau mit der gleichen Geschwindigkeit, die durch die jeweilige Frequenz vorgegeben ist.
Wenn man nun in das rotierende Magnetfeld genau in der Mitte einen magnetischen Gegenstand anbringt, wird dieser Rotor jetzt mitgedreht.
Zusammenfassend sei gesagt:
Der Drehstrom-Motor erzeugt gleichzeitig in 3 Spulen einen jeweils um 120ー verschobenen Wechselstrom.
Man kann hierbei Leitungen durch eine gemeinsame Leitungsführung der Neutralleiter einsparen, so dass man statt 6 nur 3 Leitungen braucht.
Die Stromversorgung zu Hause verwendet hier für die einzelnen Stromkreise jeweils einen der drei Außenleiter zusammen mit dem Neutralleiter, wobei eine Spannung von 230V erzeugt wird, während der Spannungsunterschied aber zwischen zwei Außenleitern ca. 400 Volt beträgt.
Vertauscht man nun diese zwei Außenleiter, kann man die Drehrichtung des Drehstrommotors abändern.