Bademode im Wandel der Zeit
Grundsätzlich unterscheidet man bei Badebekleidung, ein- und zweiteilige. Bei der Dame sind das Badeanzug und Bikini. Auch für den Mann gibt es den Badeanzug, dieser ist aber weniger verbreitet, als die gängige Badehose oder Badeshorts. Bis zum frühen 19. Jahrhundert wurden die Bäder geschlechtlich getrennt. Da das Baden im Meer sich immer größerer Beliebtheit erfreute, wurde die Trennung von Mann und Frau schwieriger, also führte man erstmals Badebekleidung ein. In dieser Zeit bestanden die Stoffe für Badekleidung noch aus Wolle oder Baumwolle. Das hatte einen sehr langsamen Trockenvorgang zum Nachteil, daher wird die Bademode heute vorwiegend aus Nylon hergestellt. Nach Eröffnung der ersten öffentlichen Badeeinrichtungen war man dazu verpflichtet, seinen ganzen Körper zu bedecken. Erst nach und nach wurden die Vorschriften gelockert und das Bein durfte gezeigt werden. Um 1903 gab es die ersten Badeanzüge, entwickelt von der Schwimmerin Anette Kellerman. Wirklich populär wurden die Einteiler erst in goldenen 20iger Jahren. Seit 1928 gibt es zweiteilige Badeanzüge, jedoch bestanden diese damals aus Pumphose und Hemdchen. Den typischen Bikini von heute, gibt es seit den 50iger Jahren. Die Bademode wurde in den letzten Jahren immer knapper. So löst der String Tanga nun die Panty als Badehose ab.
Bis zum 19. Jahrhundert war es für Männer undenkbar Badehosen zu tragen. Wenn gebadet wurden, hatten sie entweder gar nichts oder nur die Unterwäsche an. Ab 1900 gab es die ersten Badeanzüge für Männer und seit den 30iger Jahren gibt es die Badehosen, die man heute kennt. In den letzten Jahren haben sich für Männer vor allem lange Badeshorts, sogenannte Trunks durchgesetzt.