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Kurze Geschichte der Aktie bis in die Moderne

Die Geschichte der Aktie überspannt einen längeren Zeitraum, als den meisten Menschen bewusst ist. Meist wird die Aktie als solche mit den Aktiengesellschaften der Neuzeit verbunden, und daher ist die Verwunderung groß, wenn man z.B. bis ins Jahr 1288 zurückgeht, um die Entstehungsgeschichte der Aktie zu erläutern.

Der ursprüngliche Name Wertpapier stammt daher, dass Aktien früher wirklich als Urkunden ausgegeben wurden, auf denen ein Nominalwert oder die Stückzahl eingetragen waren. Der älteste solcher Anteilscheine, der nach heutigem Recht als Aktie verstanden werden kann, ist eine solche Urkunde aus dem Jahr 1288, die den Gegenwert von einem Achtel einer schwedischen Kupfermine in Falun darstellt. Das diese Mine auch heute noch als Aktiengesellschaft gezählt werden kann, ist durch eine sehr simple Tatsache belegt: Sie existiert heute noch. Damit ist die „Stora Kopparbergs Bergslags Aktiebolag” die älteste Aktiengesellschaft der Welt.

Die erste an der Börse notierte Firma im Wirtschaftsraum Europa schloss sich 1602 zusammen. 200 Jahre später, im Jahr 1809, folgte mit der Dillinger Hütte die erste deutsche Aktiengesellschaft, über 100 Jahre nach ihrer Gründung im Jahr 1685.

In der modernen Zeit des 20. und 21. Jahrhunderts sind diese Urkunden langsam vom Markt verschwunden. Sie existieren zwar weiterhin – insbesondere bei Unternehmen, die nicht börsennotiert sind – werden aber meist aus Kosten- und Sicherheitsgründen von Banken in einem Depot verwaltet. Auch dort werden heute keine wirklichen Urkunden mehr, viel mehr werden nur die einzelnen Anteile verwaltet.

„Alte” Aktien aus vorangegangenen Jahrhunderten gibt es aber weiterhin – als wertlose, aber historisch interessante Sammlerstücke.


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